Worum es geht

Tarifvertrag erstreiten!

Wenn sich mehr als 100 Kollegen und Kolleginnen finden, die bereit sind, gemeinsam mit ver.di für ihr Recht auf Festanstellung einzustehen, wird der ver.di-Senderverband die Geschäftsleitung auffordern, einem Überleitungstarifvertrag für (nicht Programm gestaltende) HonorararbeiterInnen abzuschließen, der folgendes beinhaltet:

  • Unbefristete Festanstellung mit dem Teilzeitgrad, der sich aus dem Durchschnitt der letzten Beschäftigungsjahre ergibt
  • Bezahlung nach dem Durchschnitt der letzten („freien“) Beschäftigungsjahre
  • Übernahme in den Manteltarifvertrag: Kündigungsschutz, Rationalisierungsschutz, Versorgungsleistungen,…
  • Anerkennung der bisherigen Berufsjahre (Stichwort: Kündigungsschutz, Altersversorgung)
  • Regelungen, die flexible Arbeitszeiten und Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern erlauben

>Gute Idee, dafür möchte ich mich einsetzen

Die Zeit drängt!

  1. Wir müssen schnell handeln, damit der Sender möglichste wenig Zeit hat, um unsere Arbeitstage zu reduzieren. Denn dies würde negative Auswirkung auf die Berechnung der Statusfeststellung haben.
  2. Zum 31.12.2016 wurde die gegenwärtige betriebliche Altersversorgung (VTV) durch den rbb gekündigt. Nur wer davor schon ver.di-Mitglied war, kommt aufgrund der Nachwirkung, die nur für Gewerkschaftsmitglieder gilt, bei einer Festanstellung in den Genuss der alten und besseren Regelung.
  3. Der Sender und seine Justiziare werden sich wappnen, um uns bei unseren Forderungen entgegentreten zu können. Wir sollten ihnen dazu keine Zeit geben.

Unser Vorbild:

Der Gagen-ArbeitnehmerInnen Tarifvertrag (GAN-TV) beim Bayerischen Rundfunk

Gagenempfänger hießen beim Bayerischen Rundfunk MitarbeiterInnen, die auf Basis von Tages- oder Wochengagen für den BR arbeiten. Dazu zählen CutterInnen, Kameraleute, GrafikerInnen, AufnahmeleiterInnen, MitarbeiterInnen der Ausstattung u.v.a.m.

Nachdem eine Cutterin des BR und eine freie Kollegin des RBB 2013 vor dem Bundesarbeitsgericht erfolgreich ihre Statusklagen geführt hatten, begegnete der Bayerische Rundfunk einer Klagewelle freier MitarbeiterInnen, indem er mit ver.di den sog. „Gagistentarifvertrag“ abschloss. Dieser Tarifvertrag regelt, dass die „Gagisten“ beim Bayerischen Rundfunk angestellt wurden.

Der Beschäftigungsumfang und die Entlohnung ihrer festangestellten Beschäftigung entspricht in vollem Umfang ihrer vorherigen freienTätigkeit für den Sender.

Der Gagen-ArbeitnehmerInnen-TV des BR ist ein Beispiel wie es geht.

Auch der RBB wäre gut beraten, jetzt eine Welle von Statusklagen zu vermeiden und die derzeit bestehenden Arbeitsverhältnisse mit den nicht Programm gestaltenden freien MitarbeiterInnen, nach dem Vorbild des bayerischen Modells, umzuwandeln. Legalize it!

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